RunCam Split 3 Nano – Info

Die Runcam Split 3 Nano ist eine sehr interessante Kamera für die aktuell äusserst beliebten „Cinewhoops“. Durch die praktische Größe von 14x14mm passt diese kleine „FPV Cam“ vermutlich auch auf die meisten micro und mini Multicopter. Zumindest solange das 20x20mm Board noch am Quadrocopterframe Platz findet. Die 20x20mm Angabe bedeutet übrigens, dass die Befestigungslöcher einen Seitenlängenabstand von 20mm zueinander haben. Das gesamte Mainboard benötigt mindestens 30x30mm Platz.

Glücklicherweise hat Runcam erkannt, dass die zur Verbindung zwischen Kamera und Board verwendeten Flachbandkabel sehr leicht zu beschädigen waren. Dies sollte bei dem Verbindungskabel der Split 3 Serie nun nicht mehr der Fall sein.

Die Auflösung der Kamera ist wie bei den anderen Runcam Split Modellen auch auf 1080p bei 60fps (Bildern pro Sekunde) als Maximum angegeben. 1080@50fps / 1080@30 und 720@60fps sind weitere Optionen, falls man Speicherplatz sparen will, oder Probleme mit Kunstlicht bekommt. Vermutlich werden Aufnahmen bei 50fps ein wenig mehr Details festhalten können als bei 60fps, dies bleibt aber abzuwarten. Leider sind mir bislang keine Angaben zur Bitrate also der Datenrate mit welcher die Kamera Videos speichert bekannt. Wünschenswert wären zumindest 60Mbit/s um eine möglichst gute Videoqualität zu erzielen.

Das Sichtfeld der Runcam Split 3 Nano liegt bei 165°, nicht ungewöhnlich für FPV Kameras. Die Ränder des Videos werden vermutlich wie üblich verzerrt sein, was aber mit den meisten Videoschnittprogrammen durch Linsenverzerrungseffekte behoben werden kann. Zusätzlich beherrscht die Cam auch noch Aufnahmen in 4:3 mit einem Sichtfeld von 130°.

Bei einem Gewicht von 10.5 Gramm, sollte die Runcam von beinahe jedem ferngesteuerten Quadorcopter, Flugzeug, Boot oder Auto ohne Probleme transportiert werden können.

Die Stromversorgung der Kamera sollte zwischen 5-20 Volt liegen. Bei 5 Volt benötigt die Kamera während der Aufnahme 650mA. Es gilt also sicher zu stellen, dass die Versorgungsquelle diesen Strom bereitstellen kann. In der Produktbeschreibung wird erwähnt, dass die Kamera nicht direkt und ungefiltert vom Flugakku betrieben werden kann, da es sonst zur Beschädigung des Mainboards kommt. Dies bedeutet also, dass ein zusätzliches BEC benötigt wird, falls keine saubere Stromquelle zur Verfügung steht. Manche „Flugkontroller“ bieten genügend Strom auf den 5 Volt Anschlüssen, dies sollte allerdings zuvor sorgfältig recherchiert werden. Natürlich kann auch ein zweiter Akku zur Versorgung der Kamera verwendet werden.

Es werden „Micro SD“ Karten für die Aufnahme benötigt. Bis zu 64GB Speicherplatz werden empfohlen. Bei Speicherkarten mit mehr Kapazität, könnte es zu Problemen kommen. Im besten Fall werden dann zum Schreiben nur 64GB verwendet und der Rest des Mediums bleibt frei. Im schlimmsten Fall können die Daten verloren gehen. Runcam hat auch am SD Kartenslot weiterentwickelt und diesen verbessert, um sichereren Halt des Aufnahmemediums zu gewährleisten, sodass die Karte im Falle eines Crashes nicht ausgeworfen wird.

Die Steckverbindung für Stromversorgung und FPV Feed ist mit einem „JST 1.25mm“ Stecker versehen. Leider gibt es hier keine Norm und es könnte ein kurzer Griff zum Lötkolben oder zum Grimpwerkzeug notwendig sein um die Kamera und das Modell untereinander kompatibel zu machen.

Die Latenz ist mit 40 Millisekunden angegeben und somit noch im Bereich des erträglichen für Freestyle Piloten. Bei Whoops werden wahrscheinlich selten so hohe Geschwindigkeiten entstehen, dass diese 40ms Verzögerung, fatale Auswirkungen haben könnten. Für FPV Profi Racer könnte dies jedoch schon zu viel sein.

Man darf gespannt sein, wie sich die Runcam Split 3 Nano dann bei Bild und Audio technisch präsentiert. Ich nehme aber an, dass die Videos von ähnlicher Qualität sein werden wie bei den Vorgängern der FPV Kamera. Die Angabe des „WDR Features“ lässt zumindest erahnen, dass Lichtverhältnisse recht gut verarbeitet werden und somit auch im Schatten genug Bilddetails auftauchen um gezielt zu manövrieren.

Sehr praktisch ist, dass auch bei dieser kleinen FPV Kamera, eine tauschbare Linse verbaut wurde. Sollte also ein Kratzer auf der Linsenoberfläche entstehen oder diese völlig kaputt gehen, kann der Schaden recht leicht und flott behoben werden.

Den weiterführenden Test der neueste Generation von kombinierten FPV Kameras aus dem Hause Runcam, blicke ich gespannt entgegen.

Technische Daten:
– Videoauflösungen: 1080@60fps / 1080@50fps / 1080@30fps / 720@60fps
– Mainboardabmessungen: Platinengrösse 29x29mm, Schraubendiagonale 20x20mm
– Blickwinkel: 165° oder 130°
– Betriebsspannung: 5-20 Volt
– Speicherkarte: Micro SD Karte bis zu 64GB ab Klasse 6 Übertragungsraten
– Gewicht: 10.5 Gramm
– Strombedarf bei Aufnahme: 650mA @5V / 270mA @12V
– Latenz: ~40ms
– FPV Ausgang: NTSC (720*480) / PAL (720*576) – 16:9/4:3
– Sensorauflösung: 2 Megapixel

Das Set besteht aus folgenden Komponenten:
– 1x Runcam Split 3 Nano FPV Kamera
– 1x 14mm auf 19mm Montageadapter
– 1x 3PIN 1.25 JST Steckverbindung
– 1x Ein Set M2 Schrauben
– 1x Bedienungsanleitung

Die Runcam Split 3 Nano kann hier günstig online bestellt werden.

Albert Kim hat erste Aufnahmen mit der Runcam Split 3 Nano gemacht.